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Anagraphein!
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Das ist kein Blog. Ich poste hier in unregelmäßigen Abständen Dinge.

Halloweenkuchen 2016

Der Kuchen, zugeschnitten nach Anatomie-Atlas

Der Kuchen, zugeschnitten nach Anatomie-Atlas

Ich mag ja Halloween, wegen seiner morbid-fröhlichen Stimmung und weil man sich verkleiden kann und zwar ganz anders als an Fasching. Außerdem hab ich in den letzten Jahren gefallen daran gefunden, ausgefallene Kuchen zu machen und da bietet sich Halloween ja gerade zu an. Letztes Jahr gab's einen Gehirn-Kuchen und heuer war das Herz an der Reihe.

Der Kuchen

Vom Rezept her hab ich mich ziemlich an dieses Schokokuchen-Rezept gehalten, das ich vor ein paar Jahren mal in deutsche Maßeinheiten umgerechnet habe. Da später noch Kirsch-Blut dazu kommen sollte, hab ich außerdem Teile des Wassers durch Kirschsaft ersetzt und Kirschen hinzugegeben. Die haben den Kuchen nochmal sehr viel saftiger werden lassen, als er sonst schon ist. Super lecker!

Damit der Fondant später hält und kein Wasser zieht kommt um den Kuchen Buttercreme. Ein weiterer Vorteil: Das Zeug ist pures Fett und Zucker und schmeckt hervorragend und verhindert zudem, dass der Kuchen austrocknet. Das etwas trickige Rezept ist aus dem gleichen Blog . Buttercreme am Besten schon am Tag vorher herstellen, das kostet ziemlich Zeit!

Blutig, saftig, gut.

Blutig, saftig, gut.

Das Herz

Gebacken hab ich das ganze in einer Metallschüssel mit etwa 20cm Durchmesser, sodass nach Zuschnitt der grundlegenden Herz-Form genug Material übrig war, um die Vorhöfe zu modellieren. Im Gegensatz zum Gehirn gibt es kaum brauchbare 3D-Abbildungen zum Herz im Internet, aber da hilft es, Mediziner zu kennen, von denen man den Anatomie-Atlas ausleihen kann.

Nachdem der Kuchen in Buttercreme eingeschmiert war und diese über Nacht in der Kälte schön fest geworden war, wurde er noch in rot gefärbtem Fondant eingewickelt. Der Trick beim Färben ist zur roten Lebensmittelfarbe noch etwas blaue dazuzugeben, das sorgt für eine realistischere, weniger "knallige" Farbe. Fondant auf Kuchen zu applizieren ist immer ein bisschen eine Herausforderung, vor allem, wenn man keine dicke Zuckerschicht haben will. Mit den Resten habe ich dann noch Venen und Artieren geformt (die leider in die falsche Richtung zeigen ¯\_(ツ)_/¯). Um den Kuchen schön "blutig" glänzend zu bekommen wurde er anschließend noch mit roter Lebensmittelfarbe betupft.

Abschließend kam noch Blut auf den Kuchen, das ich am Tag vorher aus Vanille-Pudding, Kirschen und Kirschsaft gemacht habe. Damit "das Blut" nicht ganz gerinnt, etwas weniger Pudding-Pulver nehmen, als auf der Packung angegeben! Erstaunlicherweise hat der Fondant diese Prozedur klaglos überstanden, kein Wasser gezogen und noch bis er verspeist wurde gut gehalten!

Alles in Allem war der Kuchen drei Abende Arbeit.